Spätestens seit der Annexion der Krim im März 2014 und dem Krieg in der Ostukraine polarisiert die Haltung gegenüber Russland in Deutschland über Parteigrenzen hinweg. Während die einen Verständnis für eine Fortsetzung bzw. Verschärfung der Sanktionspolitik zeigen, fordern die anderen eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit „Moskau“ auf allen Ebenen. Russland ist das große unerledigte Aufgabengebiet auf der deutschen außen- und sicherheitspolitischen Agenda. Müssen wir Russland wieder stärker nach Europa holen? Wie werden sich die Beziehungen im Machtdreieck Russland – China – USA entwickeln? Welche Rolle spielen dabei die Ostsee-Pipeline „North Stream“ und das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern? Und zu guter Letzt stellt sich die Frage nach der künftigen Stabilität eines alternden Putin-Regimes ohne sichtbaren Nachfolger und ohne demokratische oder selbst autoritäre Alternative.
Es diskutieren Dr. Ludmila Lutz-Auras (Zentrum für Eurasisch-Russländische Studien an der Universität Rostock) und Prof. Jakob Rösel (emeritierter Lehrstuhlinhaber für Internationale Politik und Entwicklungszusammenarbeit an der Universität Rostock).

