Ankündigungen

Gewarnt, geahnt, geschockt - Die Rückkehr des Krieges in Europa

17. Mai 2022 - 18:00 Uhr - Haus 1, Raum 124

Der Angriff der Russländischen Föderation auf die Ukraine am 24. Februar 2022 markiert eine tiefgreifende Zäsur: Die regelbasierte multilaterale Weltordnung, die europäische Sicherheitsarchitektur, diplomatische Konfliktlösungen, militärische Abrüstung und Rüstungskontrollen gerieten plötzlich auf einen grundlegenden Prüfstand. Die aktuellen Geschehnisse im Herzen Europas sorgen global für starke Reaktionen und, wie es scheint, weitreichende Geschlossenheit in der Verurteilung der russländischen Aggression. So schlossen sich 141 Staaten einer entsprechenden Resolution der Vollversammlung der Vereinten Nationen vom 2. März 2022 an. 

Die Rednerinnen und Redner werden im Rahmen der Diskussionsrunde die gegenwärtige Situation in größere Zusammenhänge einordnen sowie die mittel- und langfristigen Implikationen auf mehreren Ebenen beleuchten.

Eine Reihe spannender Fragen soll dabei als Orientierung dienen:

  • Welche innen- und außen-politischen Ziele verfolgt Russland in der Ukraine?
  • Was bedeutet der Konflikt für die europäische und globale Sicherheitsordnung?
  • Welche Handlungsoptionen haben Deutschland, die Europäische Union und die USA?
  • Wie positionieren sich Länder wie China, Iran oder Indien in dieser prekären Situation?
  • Wie haben die Menschen und politischen Akteure Mecklenburg-Vorpommerns das Handeln Russlands aufgefasst?
  • Welche Narrative dominieren die aktuellen Debatten?

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem ALUMNI-Verein Rostocker Politikwissenschaft e.V. und dem Fachschaftsrat Politikwissenschaften (POLDI) statt.

Hinweis: Die Veranstaltung findet in Raum 124 statt.


Vergangene Veranstaltungen

Studien-Vorstellung: Durch Feuer, Wasser und Kupferrohe - Energiesicherheit und Energiepolitik im Ostseeraum

03. Mai 2022 - 18:00Uhr - Haus 1, Raum 124

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine bedeutet für den Energiesektor vieler europäischer Staaten eine Neuordnung. Die Ausrichtung von Energiepolitik und Energiesicherheit befindet sich im Wandel, frühere Abhängigkeiten und Energieprofile wurden innerhalb kürzester Zeit geändert. Energiesicherheit und Energiepolitik muss länderübergreifend und durch Kooperation umgesetzt werden. Über die Ostseeanrainer hinaus werden auch die Europäische Union sowie der Ostseerat und das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern eingehend untersucht. Die Studie vereint somit nationalstaatliche und internationale Perspektiven auf Energiepolitik und Energiesicherheit und bietet einen umfassenden und leicht verständlichen Überblick.

Die Studie "Durch Feuer, Wasser und Kupferrohre" erschien Anfang 2022, noch vor dem Ukraine-Krieg. Das Thema hat seitdem an Aktualität noch gewonnen. Die Studie behandelt folgende relevante Fragestellungen:
- Was sind die wichtigsten Energieträger und Stromquellen eines Landes? (Energieprofile)
- Welche administrativen und rechtlichen Rahmenbedingungen gibt es? (Energiepolitik)
- Welche Abhängigkeiten bestehen und wie versuchen die Staaten, sich gegen Lieferausfälle zu wappnen? (Energiesicherheit)
- Wie sieht die energiepolitische Zusammenarbeit mit anderen Staaten aus? (Internationale Energiekooperationen)

Herzlich laden wir Sie zur Vorstellung der Studie "Durch Feuer, Wasser und Kupferrohre" ein.

Das Autor:innen-Team, Prof. Jörn Dosch, Dr. Ludmila Lutz-Auras und Dr. Jens Heinrich, wird zunächst die Studienergebnisse präsentieren. Danach werden die Ergebnisse in einer gemeinsamen Diskussion mit Katrin Zschau, MdB und Mitglied im Ausschuss für Klimaschutz und Energie und Ihnen besprochen. Anja Umland, Journalistin, wird an diesem Abend die Moderation übernehmen.

Veranstaltungsort: in der Universität Rostock, Campus Ulmenstraße (Raum 124 im Haus 1 / Ulmenstrasse 69 / 18057 Rostock)

Bitte melden Sie sich auf www.fes-mv.de oder via E-Mail an schwerin@fes.de an.


Was will Putin? Hintergründe zum russischen Krieg

Donnerstag, 31. März 2022 18.00 – 19.30 Uhr

Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine am 24. Februar sind vermeintliche Gewissheiten der internationalen Beziehungen, die lange galten, zerstört. Der Krieg kam, trotz Truppenaufmarsch Russlands für die allermeisten Menschen, überraschend. Warnzeichen blieben reihenweise unbeachtet.

Was treibt Putin an? Welche geopolitischen Motive stehen hinter dem Angriff auf die Ukraine, welches Kalkül? Wie kann und sollte die Staatengemeinschaft reagieren? Schließlich die Frage: Wo könnte dieser Krieg enden?

Bei allem Leid in der Ukraine wollen wir auch wissen, wie die russische Bevölkerung mit dem Krieg durch das eigene Land umgeht? Ist es allein die Propaganda, die viele Menschen zum Putin-Regime halten lässt? Träumt auch die russische Bevölkerung von einer neuen Großmacht?

Diese und weitere Fragen zum Hintergrund des Russland-Krieges wollen wir diskutieren mit Dr. Magarete Klein, Forschungsgruppenleiterin Osteuropa und Eurasien bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit in Berlin und Peer Teschendorf, Leiter des Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung in Moskau. Moderiert von Dr. Ludmila Lutz-Auras, Sprecherin des Zentrums für EurasischRussländische Studien der Universität Rostock.

Wir nutzen für die Online-Veranstaltung die Software ZOOM. Zugangsdaten erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten.
Friedrich-Ebert-Stiftung Landesbüro Mecklenburg-Vorpommern: Telefon: 0385 / 51 25 96 Fax: 0385 / 51 25 95 E-Mail: schwerin@fes.de www.fes-mv.de www.facebook.com/fes.mv www.instagram.com/fesmv


Deutsche Außenpolitik zwischen Wandel und Kontinuität

Die deutsch-russischen Beziehungen - Online-Live-Gespräch - 24.03.2022 (19.00 Uhr)

Spätestens seit der Annexion der Krim im März 2014 und dem Krieg in der Ostukraine polarisiert die Haltung gegenüber Russland in Deutschland über Parteigrenzen hinweg. Während die einen Verständnis für eine Fortsetzung bzw. Verschärfung der Sanktionspolitik zeigen, fordern die anderen eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit "Moskau" auf allen Ebenen. Russland ist das große unerledigte Aufgabengebiet auf der deutschen außen- und sicherheitspolitischen Agenda. Müssen wir Russland wieder stärker nach Europa holen? Wie werden sich die Beziehungen im Machtdreieck Russland - China - USA entwickeln? Welche Rolle spielen dabei die Ostsee-Pipeline "North Stream" und das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern? Und zu guter Letzt stellt sich die Frage nach der künftigen Stabilität eines alternden Putin-Regimes ohne sichtbaren Nachfolger und ohne demokratische oder selbst autoritäre Alternative.

Es diskutieren die Russland-Experten Dr. Ludmila Lutz-Auras (Zentrum für Eurasisch-Russländische Studien an der Universität Rostock) und Prof. Jakob Rösel (emeritierter Lehrstuhlinhaber für Internationale Politik und Entwicklungszusammenarbeit an der Universität Rostock).

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme

 

Anmeldung

Konrad-Adenauer-Stiftung e.V., Politisches Bildungsforum Mecklenburg-Vorpommern, Amtstraße 29 b, 19055 Schwerin, Tel. 0385-555705-0, E-Mail: eckhard.lemm@kas.de

 

Programm und weitere Informationen:
https://www.kas.de/de/web/mv/veranstaltungen/detail/-/content/01-12-2021-19-00-uhr-die-deutsch-russischen-beziehungen 


Ein neuer Krieg in Europa? Perspektiven aus den FES-Büros vor Ort

Die Russland-Ukraine-Krise - Working Lunch: Freitag, 25.02.2022, 12.30Uhr - 14.00Uhr

Das russische Militär hat circa 100.000 Soldaten nahe der Grenze zur Ukraine stationiert. Außerdem kommt es vermehrt zu militärischen Übungen entlang der Grenze zwischen den beiden Staaten. In dieser außenpolitisch schwierigen Situation bittet die Ukraine die EU und Nato um Unterstützung, insbesondere durch Waffenlieferungen. Seit der Annexion der Krim 2014 herrscht im Osten der Ukraine ein latenter Konflikt zwischen pro-russischen Separatisten und der ukrainischen Regierung. Doch nach Einschätzung verschiedener Expertinnen und Experten könnten bald durch einen Krieg weitere Fakten geschaffen werden.

Kann man einem solchen Szenario noch durch Diplomatie vorbeugen? Wie lässt sich das aggressive Verhalten Russlands gegenüber der Ukraine erklären? Was denkt die Zivilgesellschaft in Russland und der Ukraine über die Situation? Und wie sollten sich Deutschland, EU und Nato positionieren? Diese und andere Fragen werden wir mit unseren FES-Kollegen Peer Teschendorf und Marcel Röthig aus den Büros in Moskau und Kiew sowie Dr. Ludmila Lutz-Auras, Sprecherin des Zentrums für Eurasisch-Russländische Studien (ZEUS), Uni Rostock, diskutieren. Moderiert wird die Veranstaltung von Simone Schelk.

Weitere Informationen und Anmeldung:

https://www.fes.de/veranstaltungen/veranstaltungsdetail?tx_fesdeevents_eventdetails%5Baction%5D=show&tx_fesdeevents_eventdetails%5Bcontroller%5D=EventDetail&tx_fesdeevents_eventdetails%5Bevent%5D=258266&cHash=5b70e0cbf85cadf8ff4b71efa57f289f


Die deutsch-russischen Beziehungen

Online-Live-Gespräch am 01.12.2021 um 19.00 Uhr

Veranstaltungsnummer: B19-011221-1-W
Veranstaltungsort:  Online

Sehr geehrte Damen und Herren,

spätestens seit der Annexion der Krim im März 2014 und dem Krieg in der Ostukraine polarisiert die Haltung gegenüber Russland in Deutschland über Parteigrenzen hinweg. Während die einen Verständnis für eine Fortsetzung bzw. Verschärfung der Sanktionspolitik zeigen, fordern die anderen eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit „Moskau“ auf allen Ebenen. Müssen wir Russland wieder stärker nach Europa holen? Wie werden sich die Beziehungen im Machtdreieck Russland – China – USA entwickeln? Welche Rolle spielen dabei die Ostsee-Pipeline „North Stream“ und das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern? Und zu guter Letzt stellt sich die Frage nach der künftigen Stabilität eines alternden Putin-Regimes ohne sichtbaren Nachfolger und ohne demokratische oder selbst autoritäre Alternative.

Es diskutieren die Russland-Experten Dr. Ludmila Lutz-Auras (Zentrum für Eurasisch-Russländische Studien an der Universität Rostock) und Prof. Jakob Rösel (emeritierter Lehrstuhlinhaber für Internationale Politik und Entwicklungszusammen-arbeit an der Universität Rostock).

Mit herzlichen Grüßen
Dr. Eckhard Lemm

 

Programm

19.00 Uhr    Begrüßung und inhaltliche Einführung

                    Online-Live-Gespräch

                    Impulsreferate
Dr. Ludmila Lutz-Auras Zentrum für Eurasisch-Russländische Studien (ZEUS) an der Universität Rostock
Prof. Dr. Jakob Rösel Universität Rostock           

19.40 Uhr    Diskussion

                    Moderation  

                   Dr. Fred Mrotzek Historisches Institut der Universität Rostock

20.30 Uhr   Veranstaltungsende

                  Tagungsleitung

                  Axel Lenk (Rostock)

 

Anmeldung

Konrad-Adenauer-Stiftung e.V., Politisches Bildungsforum Mecklenburg-Vorpommern
Amtstraße 29 b, 19055 Schwerin, Tel. 0385-555705-0
E-Mail: eckhard.lemmkasde

 

Allgemeine Hinweise

Um teilnehmen zu können, benötigen Sie einen Computer, Tablet oder ein Smartphone mit Internetzugang.
Die Veranstaltungsteilnahme ist kostenfrei.
Gerne darf diese Einladung an interessierte Personen weitergereicht werden.
Mit der Teilnahme an der Veranstaltung stimmen Sie der Veröffentlichung von Bild- und Tonmaterial, das im Rahmen der Veranstaltung entsteht, zu.

Ihre persönlichen Daten werden gemäß Datenschutzgrundverordnung verarbeitet. Ihre Daten werden im Rahmen unserer Veranstaltungsorganisation genutzt. Dieser Nutzung stimmen Sie mit Ihrer Anmeldung zu.
Weitere Informationen zum Datenschutz können Sie unter www.kas.de einsehen.
Anregungen und Hinweise senden Sie bitte an feedback-pb@kas.de.


30 Jahre nach dem Niedergang der Sowjetunion

Online- Veranstaltungsreihe

Zum Thema:

2021 jährt sich das Ende der Sowjetunion zum 30. Mal. Anlässlich dieses Jubiläums möchte diese Online-Reihe einen Blick auf ausgewählte Beispiele der ehemaligen Sowjetrepubliken werfen. Ziel ist dabei nicht nur eine historische Betrachtung derjenigen Ereignisse, die zur Unabhängigkeit des jeweiligen Staates geführt hatten, sondern ebenso eine Analyse der aktuellen politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen.
Ziel ist es, einen Einblick in die Entwicklungen seit den Ereignissen vor nunmehr über 30 Jahren zu vermitteln und gleichsam eine aktuelle Bestandsaufnahme zu versuchen.

Die Europäische Akademie MV e.V. und das Zentrum für Eurasisch-Russländische Studien an der Universität Rostock laden dazu alle Interessierten herzlich ein.

 

Zur Veranstaltung:

Die Teilnahme ist für alle Interessierten kostenlos. Um vorherige Anmeldung wird gebeten.

Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie die Zugangsdaten.

Für Anmeldungen und Rückfragen stehen wir Ihnen gern unter e.wilk@ea-mv.com oder unter 03991 153711 zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Ihr Interesse!

 

Termine Teil 1:

16. September 2021                        

Die Russländische Föderation – „Made in USSR?“
ab 18:00 Uhr                                       Dr. Ludmila Lutz-Auras

Dr. Ludmila Lutz-Auras ist wissenschaftliche Mitarbeiterin amLehrstuhl für Internationale Politik und Entwicklungszusammenarbeit am Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften der Universität Rostock.

 

23. September 2021                         

Belarus – „Die letzte Diktatur Europas“?
ab 18:00 Uhr                                      Dr. Alessandro Tripolone  

Dr. Alessandro Tripolone hat sich an der Wirtschafts-und Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität Rostock promoviert. Er kooperiert mit der Akademie für Öffentliche Verwaltung des weißrussischen Präsidenten in Minsk.

 

14. Oktober 2021                             

Ukraine – Demokratisierung ohne Ende?
ab 18:00 Uhr                                      Dr. Elena Dozorceva

Dr. Elena Dozorceva ist promovierte Politikwissenschaftlerin. Schwerpunkt ihrer Dissertation an der Universität Rostock waren die ukrainisch-russländischen Beziehungen.  

 

28. Oktober 2021                             

Das exotische Zentralasien: Seidenstraße und „Great Game“ Revival
ab 18:00 Uhr                                      Prof. Dr. em. Jakob Rösel, angefragt

Prof. Dr. Jakob Rösel war bis 2013 Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Politik und Entwicklungszusammenarbeit am Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften der Universität Rostock.

 

Moderation:

Dr. Ludmila Lutz-Auras, Leiterin des Zentrums für Eurasisch-Russländische Studien an der Universität Rostock

Henry Ziese, Leiter der Europäischen Akademie Mecklenburg-Vorpommern e.V.

 

Die Reihe wird fortgesetzt. Weitere Termine und Themen erhalten Sie zeitnahe.

Die Teilnahme ist kostenlos.

 

Zugangsdaten erhalten Sie unter:      e.wilkea-mvcom


Russlands Politik gegenüber der Ukraine seit dem Amtsantritt von Vladimir Putin bis zur Krim-Krise

Gastvortrag von Dr. Elena Dozorceva am 24. Juni 2021 um 11.15 Uhr

Nach der Auflösung der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken räumte die russländische Führung unter Boris Jelzin im Rahmen ihrer außenpolitischen Ausrichtung dem „Nahen Ausland“ absolute Priorität ein. Unter den Nachfolgestaaten der vormaligen Sowjetunion nahm die Ukraine aufgrund von Faktoren wie Größe, Einwohnerzahl, geostrategischen Lage oder Wirtschaftskraft stets eine gewichtige Rolle für die Russländische Föderation ein.

Mit dem Machtantritt von Präsident Vladimir Putin, dem ehemaligen KGB-Offizier, nahm der Einfluss von Geheimdiensten in der russischen Politik enorm zu und das Land entfernte sich zunehmend von den Werten und Normen einer nach westlichen Standards definierten Demokratie. Dies machte sich nicht nur im Inneren des Landes bemerkbar, sondern zunehmend auch in der Politik, die Russland gegenüber der Ukraine führte. Ereignisse wie die Gasdispute, die Vergiftung des damaligen ukrainischen Oppositionsführers Viktor Juschtschenko oder die Massenproteste im Zentrum von Kiew mündeten in einem Hybridkrieg, dem die „Einverleibung“ der Halbinsel Krim sowie ein bewaffneter und bis heute schwelender Konflikt im Osten der Ukraine folgten.


Planspiel „Sonnendorf trifft Miastowęglonośny. 30 Jahr deutsch-polnische Nachbarschaft“

17. Juni 2021

Würdigung des 30. Jahrestages der deutsch-polnischen freundschaftlichen Zusammen­arbeit

Am 17. Juni 1991 haben die Bundesrepublik Deutschland und die Republik Polen den Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit unterschrieben. Dieser dient dem Ausbau der freundschaftlichen Zusammenarbeit beider Länder.

Um  den 30. Jahrestages der deutsch-polnischen freundschaftlichen Zusammen­arbeit als besonde­res Datum zu würdigen, führt das Sachgebiet Internationales der Hanse- und Universitätsstadt Rostock in Koopera­tion mit der Univer­sität Rostock in diesem Jahr ein Planspielprojekt zum Thema Städtepartnerschaft  durch. Durch das Projekt soll die Wichtigkeit von Städtepartnerschaften und freundschaftli­cher internationaler Zusammenarbeit hervorgehoben und die Teilnehmenden für die­ses Thema sen­sibilisiert werden.

Die Teilnehmenden des Planspiels, unter Leitung von Frau Dr. Ludmila Lutz-Auras, sind überwiegend Studie­rende im 4. Semester des Bachelorstudiengangs Politikwissenschaft. Während des Planspiels tau­chen sie in eine Sitzung der Bürgerschaft der fiktiven Stadt Sonnendorf ein. Während dieser Sitzung soll eine Städtepartnerschaft mit der ebenfalls fiktiven polnischen Stadt Miastowęglonośny be­schlossen werden. Die Teilnehmenden nehmen verschiedene Rollen ein und treten beispielsweise als Mitglie­der der Sonnendorfer Bürgerschaft, Vertreter:innen von Presse und Interessenverbänden oder Bür­ger:innen der Stadt auf. Im Fokus der Städtepartnerschaft stehen die Themen Energiewen­de und Energiesicherheit.

Die Durchführung eines Planspiels erlaubt den Studierenden, Prozesse und Dynamiken von kom­munalpolitischen Entscheidungen sowie institutionelle Abläufe auf kommunaler Ebene und Grund­lagen erfolgreichen Projektmanagements kennenzulernen.
 

Kontakt:
Dr. Ludmila Lutz-Auras
Ludmila.lutz-auras@uni-rostock.de


Die Belarus-Krise von 2020 – der Anfang eines neuen Kalten Kriegs?

Gastvortrag von Dr. Alessandro Tripolone am 3. Juni 2021 um 11.15 Uhr

Bis zum 9. August 2020 waren in Belarus rund 6,8 Millionen Menschen zur sechsten Präsidentschaftswahl seit der Unabhängigkeit des Landes 1991 aufgerufen. Der Amtsinhaber Alexander Lukaschenko, der Belarus seit 1994 autoritär regiert, trat erneut an. Nach offiziellen Angaben der belarussischen Wahlkommission hat Lukaschenko die Wahl mit 80,2 Prozent der Stimmen für sich entschieden, seine Rivalin Svetlana Zichanouskaja komme auf 9,9 Prozent der Stimmen, die übrigen rund 10 Prozent teilten sich die weiteren Kandidierenden.

Nach der Verkündung des Ergebnisses brachen weitflächige Proteste aus, an welchen sich Tausende Menschen beteiligten. Die Situation in Belarus scheint sich zu einer internationalen Krise zu entwickeln, in der sich vor allem die EU und Russland als Gegenparteien positionieren.   

Wie lässt sich die aktuelle Situation vor Ort beschreiben? Was rief die starken Protestwellen hervor, welche das osteuropäische Land mächtig aufrüttelten? Welche Rolle nehmen die Europäische Union und die Russländische Föderation in diesem Konflikt ein? Diese und weitere damit Verbunde Frage werden im Rahmen der Online-Diskussion ausführlich beleuchtet.  


Russlands Jugend, Russlands Zukunft

Generation Putin oder Protestjugend, zwischen Anpassung und Rebellion / Online-Diskussion am 10. März 2021 um 18.00 Uhr

Die deutsch- bzw. europäisch-russländischen Beziehungen sind seit längerer Zeit angespannt. Dabei werden innen- und außenpolitische Belange, wirtschaftliche sowie gesellschaftliche Faktoren vermischt, so dass es schwer einzuschätzbar erscheint, wo ein roter Faden gezogen werden kann oder was die russländische Bevölkerung tatsächlichdenkt.

Was bewegt junge Menschen um heutigen Russland? Mit welchen Hoffnungen, Sorgen und Erwartungen blicken sie in die Zukunft? Welche politischen Einstellungen und Werte vertritt diese junge Generation, die beeinflusst ist von den turbulenten Neunzigerjahren, Putins Aufstieg sowie dem wirtschaftlichen Aufschwung in den 2000er Jahren und dem Krieg in der Ukraine? Diese und weitere damit zusammenhängende Fragen stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Alle Intereiisrte sind herzlich zur Teilnahme eingeladen!

Weitere Informationen

 


Russland – Umstrittene Großmacht oder „neuer“ Kooperationspartner?

Online-Live-Gespräch am 04. März 2021 um 19.00 Uhr

Spätestens seit der Annexion der Krim im März 2014 und dem Krieg in der Ostukraine polarisiert die Haltung gegenüber Russland in Deutschland über Parteigrenzen hinweg. Während die einen Verständnis für eine Fortsetzung bzw. Verschärfung der Sanktionspolitik zeigen, fordern die anderen eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit „Moskau“ auf allen Ebenen. Russland ist das große unerledigte Aufgabengebiet auf der deutschen außen- und sicherheitspolitischen Agenda. Müssen wir Russland wieder stärker nach Europa holen? Wie werden sich die Beziehungen im Machtdreieck Russland – China – USA entwickeln? Welche Rolle spielen dabei die Ostsee-Pipeline „North Stream“ und das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern? Und zu guter Letzt stellt sich die Frage nach der künftigen Stabilität eines alternden Putin-Regimes ohne sichtbaren Nachfolger und ohne demokratische oder selbst autoritäre Alternative.

Es diskutieren Dr. Ludmila Lutz-Auras (Zentrum für Eurasisch-Russländische Studien an der Universität Rostock) und Prof. Jakob Rösel (emeritierter Lehrstuhlinhaber für Internationale Politik und Entwicklungszusammenarbeit an der Universität Rostock).